Auch in diesem Jahrzehnt wurden Entscheidungen von richtungsweisender
Bedeutung getroffen:
Der Entschluß zum Bau eines Vereinsheims auf der Tennisanlage bescherte der ganzen
Vereinsfamilie eine herrliche Stätte zur Begegnung und den Tennisspielern hervorragende
sanitäre Anlagen.
Nach Wegfall des Sportplatzes an der Hunsrückhöhenstraße und der Entscheidung der Stadt
Koblenz, unserem Verein eine komplett neue Sportanlage auf Schmitzers Wiese zu bauen und
zur Verfügung zu stellen, gibt es zwar im größten Koblenzer Stadtteil keinen Sportplatz mehr;
dafür erhielten aber die Fußballer endlich Bedingungen, auf die sie knapp 50 Jahre warten
mußten.
Die Mitgliederzahl hat sich auf hohem Niveau stabilisiert, der Verein behauptete seine
Position in der Spitzengruppe der Koblenzer Sportvereine.
Sportlich wurde in den Abteilungen wieder Bemerkenswertes geleistet. Die Palette der
sportlichen Angebote wurde immer umfangreicher, der Bedarf an Übungsleiterinnen und
Übungsleitern wuchs entsprechend. Aber gerade sie werden immer mehr zur Mangelware. Sie
in ausreichender Zahl zu finden bereitete allen Abteilungen viel Kopfzerbrechen. Es wird
wohl auch eines der größten Probleme in der Zukunft sein, das es zu lösen gilt.
Sport im Verein ist zwar nach wie vor gefragt, aber die Bereitschaft zur Übernahme eines
Ehrenamtes sinkt bedenklich. Um so mehr gilt unser Dank allen ehrenamtlich Tätigen, die
durch ihre engagierte Mitarbeit entscheidend dazu beigetragen haben, daß unser VfR Eintracht
auch am Ende des 5. Jahrzehnts nichts an Attraktivität verloren hat und sich als lebendiger
und dynamischer Verein präsentiert.
Januar 1990
Der Verein rückt mit nunmehr 1360 Mitgliedern an die 4. Stelle von 148 Vereinen im Koblenzer
Stadtgebiet.
Mit den Planungen für den Bau eines neuen Clubhauses auf der Tennisanlage wird begonnen.
26.01.1990
Werner Lind, einer der Gründungsväter unseres Vereins wird zum Ehrenmitglied ernannt.
18.01.1991
Als "Dankeschön" für engagierte Mitarbeit lädt der 1. Vorsitzende erstmals alle Ehrenamtlichen
des Vereins zu einem Neujahrsempfang ein. Die Veranstaltung wird fortan zur Tradition und
bekommt ihren festen Platz im jährlichen Vereinskalender.
Juni 1991
Auf dem Sportplatzgelände wird ein Duschcontainer aufgestellt. Dadurch werden die sanitären
Bedingungen erheblich verbessert.
05.08.1992
Erster Spatenstich für ein neues Vereinshaus auf dem Gelände der Tennisanlage.
31.01.1993
Erstmals präsentiert sich der Verein bei einem Hallensporttag in der großen Sporthalle des
Schulzentrums.
15.02.1993
Durch eine Brandstiftung entsteht ein erheblicher Sachschaden an dem im Bau befindlichen
neuen Vereinshaus.
06.01.1993
Der Tod unseres geschätzten Geschäftsführers Günther Jung reißt eine große Lücke in den
Reihen unseres Vereins.
04.07.1993
Nach knapp einjähriger Bauzeit wird im Beisein zahlreicher Ehrengäste und Vereinsmitglieder
das neue Vereinshaus auf der Tennisanlage eingeweiht. Ein weiterer Meilenstein in der
Vereinsgeschichte.
18.02.1994
Helmut Skalicky stellt sich nach 8-jähriger überaus erfolgreicher Tätigkeit nicht zur
Wiederwahl. Sein Nachfolger als Pressewart wird Oliver Schupp. Seit November desselben
Jahres unterstützt ihn dabei Dirk Kunze. Die weitere Herausgabe unserer Vereinszeitung
ist damit gesichert.
12.03.1995
Unter planerischer und organisatorischer Gesamtleitung von Reinhard Schupp präsentieren
sich die Abteilungen vor einem interessierten Publikum beim 2. Hallensporttag in der
großen Sporthalle.
23.04.1995
Anläßlich seines 60. Geburtstages wird unser langjähriger 1. Vorsitzender Ernst Bärtges
für seine großen Verdienste um den VfR Eintracht mit der erstmals verliehenen goldenen
Ehrennadel ausgezeichnet.
11.05.1995
Anläßlich eines "Hearings" im neuen Vereinshaus mit Vertretern der Verwaltung
(Bürgermeister Knüpper u.a.) und des Rates der Stadt Koblenz mußten die anwesenden
Vorstands- und Vereinsmitglieder folgendes zur Kenntnis nehmen:
- Der erst 1981 fertiggestellte Sportplatz an der Hunsrückhöhenstraße muß
unwiderruflich dem Neubau der Fachhochschule weichen.
- Ein neuer Sportplatz wird im Stadtwald im Bereich der Schießstände gebaut
und fertiggestellt sein, bevor der jetzige Sportplatz aufgegeben wird.
Mai 1995
Dirk Kunze übernimmt hauptverantwortlich die Aufgaben des Pressewartes.
August 1995
Mitte des Jahres erreicht den Verein folgende Hiobsbotschaft:
- Der Sportplatz an der Hunsrückhöhenstraße muß kurzfristig aufgegeben werden, weil mit
dem Bau der FH überraschenderweise bereits 1996 begonnen wird.
- Der Plan, dem Verein im Bereich der Schießstände einen neuen Sportplatz zu bauen, wird
von der Stadtverwaltung aus finanziellen Gründen aufgegeben.
22.09.1995
Bürgermeister Maahs sagt Vereinsvertretern in einem Gespräch statt dessen zu:
- Der vordere Rasenplatz auf Schmitzers Wiese wird in einen Tennenplatz umgebaut.
- Die Flutlichtanlage auf dem jetzigen Sportplatz wird abgebaut und auf Schmitzers Wiese
neu installiert.
- Ein Dusch- und Umkleidegebäude wird gebaut.
- Auf den neuen Sportanlagen erhält der Verein den Status eines alleinigen Platzvereins.
02.04.1996
Erster Spatenstich auf Schmitzers Wiese für den Umbau des Sportplatzes.
30.06.1996
Erich Adams gibt die Leitung der Fußballabteilung nach 17-jähriger Amtsführung ab. Für seine
großen Verdienste wird er am 17.01.1998 vom 1. Vorsitzenden mit der goldenen Ehrennadel
ausgezeichnet. Zu seinem Nachfolger wurde Frank Bauer gewählt, der dieses Amt aber bereits
wieder am 01.01.1999 an Horst Engel abgab.
24.08.1996
Der neue Tennenplatz auf Schmitzers Wiese wird zum Spielbetrieb freigegeben. Die offizielle
Übergabe erfolgt nach Fertigstellung des Dusch- und Umkleidegebäudes.
03.05.1997
Offizielle Übergabe des neuen Sportplatzes sowie des neuen Dusch- und Umkleidegebäudes auf
Schmitzers Wiese. Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann übergab die neue
Sportanlage unserem 1. Vorsitzenden und händigte ihm symbolisch den goldenen Schlüssel aus.
Innerhalb von 48 Jahren erhalten die Fußballer damit ihren dritten Sportplatz. Der Weg dorthin
ist für Sportler und Zuschauer zwar weiter, dafür finden alle aber dort Bedingungen vor, wie
wir sie zuvor nie hatten und wie wir sie uns alle lange gewünscht haben. Wahrlich ein
denkwürdiger Tag für den Verein und die Fußballabteilung.
27.02.1998
Joachim Loch stellt sich aufgrund einer beruflichen Veränderung und eines damit verbundenen
Umzugs bei der Jahreshauptversammlung nicht zur Wiederwahl. Für seine langjährige ehrenamtliche
Tätigkeit als Jugendleiter und später als 2. Vorsitzender sowie seine hervorragenden Leistungen
zeichnet ihn der 1. Vorsitzende mit der goldenen Ehrennadel aus. Zu seiner Nachfolgerin wählt
die Versammlung Ursula Schwerin. Mit Wilfried Kaczmarek wird erstmals ein Vereinsjugendleiter
gewählt.
31.12.1998
Am Jahresende kann der Verein 1347 Mitglieder vorweisen. Die Turnabteilung ist dabei die mit
Abstand größte Abteilung. Ihr folgen die Fußball- und Tennisabteilung auf den Plätzen 2 und 3.
Die Tischtennis-, Badminton-, Schach-, Ski- und Volleyballabteilung sind in dieser Reihenfolge
größenmäßig mit deutlichem Abstand zu den vorgenannten Abteilungen auf den Plätzen 4 bis 8
plaziert.
Badminton
Die Abteilung setzte ihren Ende der 80er Jahre begonnenen Höhenflug auch zu Beginn des neuen
Jahrzehnts fort. Die große Zahl der zum Wettbewerb gemeldeten Mannschaften - zu Beginn der
Saison 90/91 war man mit acht gemeldeten Mannschaften zahlenmäßig der größte Verein im Bereich
des Badminton-Verbandes Rheinland - sowie die Siegesserie in den Einzel- und
Mannschaftswettbewerben machten den Verein zu einer festen Größe im Verbandsgebiet.
Die zahlreichen Meisterschaften in den Staffeln und bei den Rheinlandtitelkämpfen, die vielen
hervorragenden Ergebnisse und Plazierungen bei den Südwestdeutschen Meisterschaften, bei
Ranglistenturnieren, nationalen und internationalen Turnieren und auch bei den
Stadtmeisterschaften, können hier im Einzelnen nicht alle aufgeführt werden.
Ohne diese tollen Erfolge abwerten zu wollen, verdient aber ein Ergebnis nochmals ganz
besondere Erwähnung. In der Saison 89/90 erspielte sich die 6er Jugendmannschaft in der
Besetzung Gernot Nentwig, Alexander Barthelmes, Kai Sauerland, Dennis Lehmann, Karolin Klenke,
Julia Jackowsky und Kerstin Sauerland bei den Deutschen Meisterschaften in Langenfeld gegen
stärkste Konkurrenz einen hervorragenden 5. Platz.
Es ist bis zum heutigen Tag der bisher größte Erfolg in der Vereinsgeschichte, zu der die
Jugendwartin und Trainerin Claudia Rat entscheidend mit beigetragen hat. Nach 15-jähriger
Tätigkeit übergab sie am 01.12.95 ihr Amt an Johannes Eul.
Durch einen starken Aderlaß bei den aktiven Spielern konnten im Verlauf der Jahre das
Mannschaftsmeldeergebnis und auch das hohe Leistungsniveau leider nicht gehalten werden.
Michael Müller (1988-1990), Jürgen Breitenbach (1990-1992), Dirk Müller (1992-1996) und Jann
Christians (1996-heute) waren es, die die Abteilung durch das letzte Jahrzehnt führten.
Fußball
Nach mehreren vergeblichen Anläufen gelang der 1. Mannschaft in der Saison 91/92 endlich wieder
der Aufstieg in die Kreisliga A, einer Spielklasse, der man zuletzt vor 20 Jahren angehörte.
Die Meisterschaftsfeier an Bord des Rheindampfers "Deutsches Eck" war ein gesellschaftlicher
Höhepunkt im Vereinsleben. Nur drei Jahre später mußte man diese Spielklasse wieder verlassen.
Zwar gelang durch eine Entscheidung am "grünen Tisch" der direkte Wiederaufstieg; am
sportlichen Abwärtstrend änderte dieses aber nichts. Geschwächt durch Spielerabgänge wußte man
mit dem Aufstiegsgeschenk nichts anzufangen und stieg in der Saison 96/97 sang- und klanglos
erneut in die B-Klasse ab.
Weit besser lief es in der gleichen Saison für die 2. Mannschaft, die sich überraschend die
Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Kreisliga C sicherte.
Die bittere Erfahrung, daß man sich auf Erfolgen nicht ausruhen kann, mußte der Jugendbereich
machen. Die geburtenschwachen Jahrgänge, die Konkurrenz anderer Sportarten, die ungelöste
Jugendleiterfrage und fehlende Übungsleiter waren wohl die Hauptgründe dafür, daß man zu Beginn
der Saison 91/92 gerade in den Altersklassen (A- bis C-Jugend), wo man in den Jahren 85-88 die
größten Vereinserfolge erringen konnte, keine Mannschaften mehr stellen konnte.
Erst als Jürgen Otte 1992 erneut für zwei Jahre das Ruder im Jugendbereich übernahm, ging es
wieder aufwärts. Und auch Erfolge stellten sich wieder ein, zuerst bei den jüngeren Jahrgängen
und nach Abschluß einer Spielgemeinschaft mit unserem Nachbarverein SV Waldesch auch sukzessive
bei den C-, B- und A-Jugendlichen. Herausragendes Ergebnis waren bisher die Aufstiege unserer
B-Jugend in die Bezirksliga und später gar in die Landesliga, wo sie auch im Jubiläumsjahr
erfolgreich mitmischt.
Ein Top-Ereignis der seit 1995 in hervorragender Weise vom Jugendleiter Horst Börsch geführten
Jugendfußballer soll abschließend noch Erwähnung finden: Vom 05.-07.09.97 wurde ein großes
Fußballfest unter dem Motto: "Fußball mehr als 1:0" - Kinder spielen für Kinder - veranstaltet.
Der Reinerlös dieser hervorragend organisierten und gut besuchten Veranstaltung ging an die
Initiative gegen Gewalt und sexuellen Mißbrauch an Kindern und Jugendlichen e.V.
Schach
Klein aber fein, so charakterisiert man wohl am treffendsten unsere noch nicht einmal 100
Mitglieder umfassende Schachabteilung, die seit ihrer Gründung vom Abteilungsleiter Klaus
Dutschke hervorragend gemanagt und seit 1995 von Rolf Graw tatkräftig unterstützt wird. Was
in diesem Jahrzehnt geleistet wurde, fordert dem neutralen Beobachter schon gehörigen Respekt
ab:
Jährliche Clubmeisterschaften, mehrfach gemeinsam mit dem SC Koblenz Ausrichter der
Stadtmeisterschaft, Teilnahme an Bezirks- und Rheinlandmeisterschaften, Vertreter der
Stadt Koblenz beim Partnerstadtvergleichswettkampf Koblenz-Maastricht, Ausrichtung der
Jugendstadtmeisterschaft, Schach für Anfänger und Wiedereinsteiger, Spielabende,
Schachturniere für Hobbyspieler, Schach-AG, gesellige Veranstaltungen u.v.m.
Auch die sportlichen Erfolge stellten sich bald ein. Nachdem sich die 1. Mannschaft nach
zwei Abstiegen am Ende der Saison 93/94 in der B-Klasse wiederfand, startete sie ab der Saison
94/95 zu einem fast sensationellen Höhenflug. Viermal in Folge ließ man die Konkurrenz hinter
sich und stieg bis in die Rheinlandliga (Saison 97/98) auf.
Die Aufstiege der 2. Mannschaft (Saison 96/97) und 3. Mannschaft (Saison 97/98) in die
A-Klasse sowie zwei weitere in der B-Klasse spielenden Mannschaften unterstreichen
nachdrücklich die Leistungsdichte und Leistungsstärke des Vereins, der seit der Saison
97/98 mannschaftsmäßig der größte Koblenzer Schachverein ist.
Ski
Mit einem Riesenangebot an Skifreizeiten macht die Abteilung den Vereinsmitgliedern jährlich
Appetit auf's Skifahren. Zur Vorbereitung werden wie eh und je Skigymnastikkurse angeboten.
Dieter Mettler, der die Abteilung seit ihrer Gründung im Jahre 1985 leitete, gab die
Verantwortung an Dieter Jahn weiter.
Tennis
Der Tennisboom der 80er Jahre hielt auch noch anfangs der 90er Jahre an. Immer mehr wollten
Tennis spielen, sei es nur hobbymäßig oder im Wettbewerb in einer der immer zahlreicher
werdenden Medenmannschaften. Entsprechend groß war der Betrieb auf der Tennisanlage.
Die Fertigstellung und Einweihung des schmucken neuen Clubhauses mit den vorzüglichen
Sanitäranlagen im Jahre 1993 war das Tüpfelchen auf dem "i" einer seit ihrer Gründung stark
prosperierenden Abteilung.
Seit einigen Jahren flaute jedoch die Begeisterungswelle für den Tennissport ab. Dies wirkte
sich nicht nur mitgliedermäßig, sondern auch, sehr zum Leidwesen der Verantwortlichen auf den
gesamten Spielbetrieb und auch auf die Beteiligung an den vom Abteilungsvorstand organisierten
sportlichen und gesellschaftlichen Veranstaltungen aus.
Die Aktivsten im Club sind eigentlich seither die ältesten Vereinsmitglieder. So ist es auch
nicht verwunderlich, daß gerade die AK II Mannschaften (Spieler ab 55 Jahre und älter) in der
Saison 97/98 die Erfolgreichsten im Verein waren.
Die 1. Mannschaft schaffte in der Saison 97/98 zum zweiten Mal den Aufstieg in die
Rheinlandliga, eine Spielklasse, in der man schon einmal in der Saison 96/97 schnuppern
durfte. Nichts unterstreicht die Fitneß der Spieler dieser Altersklasse besser als der
gleichzeitige Aufstieg der 2. Mannschaft in die A-Klasse.
Das spielstärkste Team war über viele Jahre zweifelsohne die AK I-Mannschaft (Männer 45
Jahre und älter). Sie war so lange eine der Top-Mannschaften ihrer jeweiligen Spielklasse
(Aufstieg in A-Klasse 1995), bis Leistungsträger nach Ende der Saison 96/97 den Verein
verließen.
Sportliche Höhepunkte waren jedoch nicht nur die Mannschaftswettbewerbe. So konnten in den
verschiedenen Einzel- und Doppelwettbewerben immer wieder Spielerinnen und Spieler die
Stadtmeisterschaft gewinnen. Phillip Helbuch war 1991 gar bei den Rheinland Meisterschaften
erfolgreich.
Mit Bärbel Fromm und Klaus Brauner nahm 1998 erstmals ein gemischtes Doppel unseres Vereins
an den Deutschen Senioren-Meisterschaften teil, die alljährlich in Bad Neuenahr ausgetragen
werden. Unser Mixed schlug sich äußerst achtbar und scheiterte erst im Viertelfinale.
1992 und 1997 wurde der Verein vom Tennisverband Rheinland mit der Ausrichtung der
B-Rheinland-Meisterschaften beauftragt.
Auch die Vergleichswettkämpfe mit dem East Anglia Lawn Tennis Club aus der Koblenzer
Partnerstadt Norwich/England waren großartige Ereignisse mit bleibender Erinnerung.
Geleitet wurde die Abteilung in den letzten Jahren von den Sportkameraden Harry Gröning
(1987-1990), Reinhard Schupp (1990-1996), Leo Wawarda (Febr. 96-Mai 96) und Wolfgang Krieg
(seit Mai 96).
Tischtennis
Der schon Ende der 80er Jahre zu beobachtende Abwärtstrend setze sich auch noch anfangs der
90er Jahre fort. Zu Beginn des Jahres 1990 stand die Abteilung kurz vor der Auflösung, weil
überhaupt keine Mannschaft mehr zum Spielbetrieb gemeldet werden konnte.
Die Aufstellung einer Schülermannschaft zu Beginn der Saison 91/92 ließ wieder leise Hoffnung
aufkommen. Nur langsam wuchs das zarte Pflänzchen heran. Einen richtigen Schub nach vorne gab
es erst, als Rolf Stein im Februar 1992 anläßlich der Jahreshauptversammlung zum neuen
Abteilungsleiter gewählt wurde. Ihm und vor allem auch Dirk Kunze ist es zu verdanken,
daß immer mehr Spieler wieder Gefallen an dem schnellen Spiel mit dem Zelluloidball fanden.
Die Anzahl der Mannschaften stieg stetig an, und so dauerte es nicht lange, bis sich der
Erfolg zurückmeldete.
In der Spielzeit 95/96 sorgte die Hobbymannschaft I mit der Meisterschaft und dem Aufstieg
für den ersten großen Erfolg seit Jahren.
Einmal auf den Geschmack gekommen, avancierte das Team in den nächsten Jahren zur
Top-Mannschaft der Abteilung. Sie wiederholte ihren Erfolg auch in den nächsten beiden
Jahren und schaffte damit einen lupenreinen Hattrik.
In der Saison 98/99 vertritt die Mannschaft die Farben des Vereins in der höchsten
Hobby-Spielklasse des Tischtennisverbandes Rheinland.
Solche Erfolge gedeihen nur in den Vereinen, in denen auch der Unterbau stimmt. So ist es
nicht verwunderlich, daß auch die Hobbymannschaft II in der Saison 96/97 Meisterschaft und
Aufstieg schaffte und auch die übrigen Mannschaften (Herren I und II, Jungen und Schüler)
mit guten Plazierungen aufwarteten.
Turnen
Mit Angeboten wie z.B.
Eltern-Kind-Turnen
Kinderturnen
Aerobic
Jazzgymnastik
Jazztanz
Wirbelsäulengymnastik
Seniorengymnastik
Jedermannsport
Walking
wurden den Vereinsmitgliedern wieder zahlreiche und vielfältige Möglichkeiten geboten, sich
das Passende zur körperlichen Ertüchtigung auszusuchen. Die Aktivitäten der Abteilung
beschränkten sich jedoch nicht nur darauf. So lud die Sportabzeichengruppe alljährlich zum
Erwerb des Sportabzeichens ein.
Ein Vorbild für alle ist in dieser Gruppe seit Jahren der amtierende Abteilungsleiter Hermann
Popp. Zum 30. Mal hat er in diesem Jahr das goldene Sportabzeichen erworben. Für seine
sportlichen Leistungen konnte der heute 77-jährige in einer Feierstunde die seltene
Auszeichnung "Gold 30" des Deutschen Sportbundes entgegennehmen.
Mit Jungen und Mädchen wurde einige Male am Geräteturnwettbewerb des Turngaus Mittelrhein
teilgenommen.
Geleitet wird die Abteilung seit April 1994 von unserem Sportkameraden Hermann Popp, der
Frau Achenbach (1992-1994) nach deren Rücktritt ablöste.
Zuvor führte Ingrid Wünsch (1990-1992) die Abteilung.
Volleyball
Als sich Manfred Alt am 28.03.1990 für die Funktion des Abteilungsleiters zur Verfügung
stellte, keimte zunächst Hoffnung, die angeschlagene Abteilung wieder flott zu machen. Als
man dann auch noch in der Saison 90/91 nach zweijähriger Abstinenz wieder mit einer
Herrenmannschaft am Spielbetrieb teilnehmen konnte, sah alles noch hoffnungsvoller aus.
Doch die Erwartungen erfüllten sich leider nicht. Eine dünne Spielerdecke reicht einfach
nicht aus, um auf Dauer zu bestehen.
Nachdem dann auch noch zahlreiche Versuche, Damen und Herren für das attraktive Spiel zu
gewinnen, negativ verliefen, war's um die Abteilung geschehen. Der Spielbetrieb wurde nach
Abschluß der Saison 93/94 eingestellt, und seither besteht die Abteilung praktisch nur noch
auf dem Papier.